Im Gebet miteinander und mit Gott verbunden

Um 19.30 Uhr läuten in vielen deutschen Städten die Glocken.

Wer mag, kann dazu eine Kerze ins Fenster stellen.

Wir setzen so ein Zeichen für unsere Verbundenheit
und die Hoffnung auf Gottes Licht in dunklen Tagen.

 

Gebet in Zeiten der Corona-Epidemie

 

Herr, wir bringen dir alle Erkrankten

und bitten um Trost und Heilung.

Sei den Leidenden nahe, besonders den Sterbenden.

Tröste jene, die jetzt trauern.

Schenke den Ärzten und Forschern Weisheit und Energie,

allen Krankenschwestern und Pflegern,

die nicht in Quarantäne gehen können,

Kraft in dieser extremen Belastung,

den Politikern und Mitarbeitern der Gesundheitsämter Besonnenheit.

 

Wir beten für alle, die in Panik sind,

für alle, die von Angst überwältigt sind,

um Frieden inmitten des Sturms,

um klare Sicht.

Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder

befürchten.

Guter Gott, wir bringen dir alle, die in Quarantäne sein müssen,

die sich einsam fühlen und niemanden umarmen können.

Berühre du Herzen mit deiner Sanftheit.

 

Wir beten, dass diese Epidemie abschwillt,

dass die Zahlen zurückgehen,

dass Normalität wieder einkehren kann.

Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesundheit.

Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist

und wir irgendwann sterben werden

und dass wir nicht alles kontrollieren können,

dass du allein ewig bist,

dass im Leben so Vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.

 

Mach uns dank für so Vieles,

was wir ohne Krisenzeiten so schnell übersehen.

Wir vertrauen dir, ewiger Gott. Amen.

 

(Von Johannes Hartl, Leiter des Gebetshauses in Augsburg)