Gottesdienst-Spaziergang für die Ostertage

Der Spaziergang beginnt entweder vor unserer Kirche in Horstmar oder in Lünen-Süd - wie es für dich besser passt. Die Texte für den Spaziergang hängen dort aus oder können hier heruntergeladen werden.

Du kannst dich alleine oder mit deiner Hausgemeinschaft auf den Weg machen. Entscheide dabei selbst, ob du zwischen den Stationen den direkten Weg oder einen längeren Weg wählst.
Der kürzeste Weg ist ca. 3 km lang.

Wenn du nicht rausgehen kannst, dann geh einfach in deiner Wohnung oder in deiner Fantasie spazieren.

Start an der Ev. Kirche (Jägerstr)
oder an der Christuskirche (Preußenstr)

 

Ich atme ein. Ich atme aus.

Ich spüre: Ich bin da.

Und Licht ist da.
Licht vom Lichte.
Ewiges Licht.

Christus ist auferstanden.
Er ist wahrhaftig auferstanden.

Es ist Ostern.

Wir sind versammelt.
An unterschiedlichen Orten.
Zu unterschiedlichen Zeiten.
Gemeinsam im Glauben.
Wir feiern in Gottes Namen.
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Ich gehe los und weiß: Gott geht mit mir.
Er ist bei mir.

Amen.

 

Kommunaler Friedhof (Sedanstr)
oder am Ev. Friedhof (Kreuzstr)

 

Gott.
Ich bin hier.
Und Du bist hier.
Ich bete zu Dir.
Und weiß: ich bin verbunden.
Mit Dir.
Mit anderen, die zu Dir beten.
Genau jetzt.
Genau so.
Es ist Ostern!
Ich bin hier.
Und Du bist hier.
Das genügt.
Und ich bringe Dir alles, was ist.

 

Gehe schweigend eine Runde über den Friedhof oder suche dir eine Bank. In der Stille ist Zeit, vor Gott zu bringen, was in dir laut ist.

Gehe weiter, wenn dir danach ist.

Gott, höre auf unser Gebet.
Amen.

 

Ecke Sedanstraße / Leezenpatt
oder vor der Bahnunterführung an der Kreuzstr

 

Das Osterevangelium
(Mk 16,1-8)

Als der Sabbat vorbei war, kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter von Jakobus, und Salome duftende Öle. Sie wollten die Totensalbung vornehmen. Ganz früh am ersten Wochentag kamen sie zum Grab. Die Sonne ging gerade auf.

Unterwegs fragten sie sich:

»Wer kann uns den Stein vom Grabeingang wegrollen?«

Doch als sie zum Grab aufblickten, sahen sie, dass der große, schwere Stein schon weggerollt war. Sie gingen in die Grabkammer hinein. Dort sahen sie einen jungen Mann auf der rechten Seite sitzen, der ein weißes Gewand trug. Die Frauen erschraken sehr.

Aber er sagte zu ihnen: »Ihr braucht nicht zu erschrecken. Ihr sucht Jesus aus Nazaret,

der gekreuzigt worden ist. Gott hat ihn vom Tod auferweckt, er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wo sie ihn hingelegt hatten. Macht euch auf! Sagt es seinen Jüngern und besonders Petrus: Jesus geht euch nach Galiläa voraus. Dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat.«

Da flohen die Frauen aus dem Grab und liefen davon. Sie zitterten vor Angst und sagten niemandem etwas, so sehr fürchteten sie sich.

BasisBibel. Neues Testament und Psalmen, © 2012 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart: www.basisbibel.de


Welches Wort bleibt dir hängen?

Schreibe es mit der Kreide, die du mitgenommen hast, auf den Boden.

Nimm dir einen Stein vom Wegesrand mit.

 

Auf der Brücke des Leezenpatts über die Bahnstraße
oder auf der Fußgängerbrücke über die Seseke

 

Der schwere Stein ist weggerollt. Als hätte ihn jemand einfach weggenommen. Diesen großen unbeweglichen Stein, der schwer auf der Seele lastet.

Wie fühlt sich dein Stein an, den du mitgenommen hast? Liegt er schwer in der Hand? Fühlt er sich glatt an? Oder rau? Hat er Ecken oder Kanten?

Wie der Stein wohl aussah, der die Grabhöhle versperrte? Ich stelle ihn mir massiv vor, unbeweglich, unverrückbar.

Und doch gerät dieser Stein in Bewegung.

Nicht, weil wir stark genug wären oder die ausgefeilte Technik hätten, ihn beiseite zu schieben.

Als die Frauen zum Grab kommen, ist der Stein bereits weggerollt. Das Wunder ist geschehen. Die Frauen müssen nichts mehr tun, nur wundern und sich vom Wunder berühren lassen.

Ist der Stein in deiner Hand von der Berührung mittlerweile warm geworden?

Nach Wärme, nach einer Berührung sehnen sich viele in diesen Tagen.

Aber statt einander in den Arm zu nehmen, winken wir uns über die Straße hinweg zu oder geben uns Gute-Nacht-Küsschen am Telefon.

Das fühlt sich nicht nach Ostern an.

Wir sind nicht die einzigen, die sich nach Berührung sehnen. Auch Thomas tut das. Vorher kann er nicht glauben, sagt er. Und Jesus lässt ihn seine Wundmale berühren. Weil er weiß: Berührung ist menschlich.

Aber er weiß: sie ist nicht immer möglich. Manchmal müssen wir glauben ohne zu sehen. Ostern ohne geöffnete Kirchen feiern. Liebe spüren ohne einander zu berühren.

An dem Wunder ändert es nichts. Der Stein ist weggerollt, das Grab ist leer.

Und doch: das Wunder ist geschehen! Wir müssen nichts mehr tun. Nur wundern und uns vom Wunder berühren lassen.

Frohe Ostern!

Wenn du doch etwas tun willst:

Mach aus deinem Stein einen Osterstein, bemale ihn bunt
oder verziere ihn mit einem Ostergruß.

Setze ihn auf deinem nächsten Spaziergang am Wegesrand aus und verbreite Osterhoffnung.

 

Neben der Campus-Baustelle am Karl-Kiehm-Weg
oder an der Ecke Asternweg / Breiter Weg

 

Thomas, der auch Didymus genannt wird, gehörte zum Kreis der Zwölf. Er war jedoch nicht dabei gewesen, als Jesus gekommen war. Die anderen Jünger berichteten ihm:

»Wir haben den Herrn gesehen!«

Er erwiderte: »Erst will ich selbst die Löcher von den Nägeln an seinen Händen sehen. Mit meinem Finger will ich sie berühren. Und ich will meine Hand in die Wunde an seiner Seite legen. Sonst glaube ich nicht!«

Acht Tage später waren die Jünger wieder beieinander. Diesmal war Thomas mit dabei. Wieder waren die Türen verschlossen. Da kam Jesus noch einmal zu ihnen. Er trat in ihre Mitte und sagte: »Friede sei mit euch!«

Dann sagte er zu Thomas: »Nimm deinen Finger und untersuche meine Hände. Strecke deine Hand aus und lege sie in die Wunde an meiner Seite. Du sollst nicht länger ungläubig sein, sondern zum Glauben kommen!«

Thomas antwortete ihm: »Mein Herr und mein Gott!«

Da sagte Jesus zu ihm: »Du glaubst, weil du mich gesehen hast. Glückselig sind die, die mich nicht sehen und trotzdem glauben!«

(Joh 20,24-29)
BasisBibel. Neues Testament und Psalmen, © 2012 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart: www.basisbibel.de

 

Was glaubst du?

Schreibe es auf, auf der Tüte ist Platz dafür.
Oder erzählt es euch gegenseitig.

 

Adolf-Damaschke-Straße beim Rewe-Parkplatz
oder am Fußgängerweg neben der Ludwig-Uhland-Realschule

 

Gott.

Wir sind verbunden.

Als Menschen mit Menschen.

Als Glaubende miteinander.

Als Glaubende und Menschen mit Dir.

Wir denken an alle, die wir lieben.
Wie gerne würden wir die Ostertage
zusammen verbringen.
Wir denken an sie.
Was tun sie gerade?

Wir denken an alle,
die es in diesen Zeiten schwer haben.

Die einsam sind

oder überarbeitet.

Oder keine Arbeit mehr haben.

 

Wir denken an alle Kranken

und die, die sie pflegen.

Gott, an diesem Ostertag bitten wir Dich:

Lass alle Menschen das Leben spüren!

Nimm ihnen die Steine von der Seele
und verschenke deine Osterfreude!

Verbreite dein Wunder.
Überall.

Wir beten zu Dir mit den Worten,

die uns im Herzen wohnen:

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

 

Zurück an der Ev. Kirche
oder an der Christuskirche

 

Ich atme ein. Ich atme aus.

Ich spüre: Ich bin nicht allein.

Gott sagt:

„Ich will dich segnen
und du sollst ein Segen sein“.

Amen.

Kollekte

Wie auch sonst im Gottesdienst üblich, sammeln wir Geld für die, die unsere Hilfe brauchen. Unter www.kollekte-online.de ist es möglich, etwas zu geben.

Das Angebot wurde von der Westfälischen Landeskirche eingerichtet. Es wird immer für den am jweiligen Sonn- oder Feiertag vorgesehenen Kollektenzweck gesammelt.

Kollekten für die Diakonie in unserer Gemeinde sind derzeit nur über Spenden möglich, die in die Briefkästen der Gemeindebüros geworfen werden können.

Gottesdienste per Post

Wenn Sie möchten, schicken wir Ihnen die schriftlichen Gottesdienste auch per Post.

Dazu brauchen wir nur Ihren Namen und Ihre Anschrift, die Sie den Gemeindebüros oder den Pfarrerinnen mitteilen können.

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